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From City to Small Town – Expat Vibes

 

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Von der Großstadt ins Dorf – Expat Vibes

Eigentlich denkt man bei dem Begriff Expat an einen Umzug in ein anderes Land.
Doch der Wechsel von einer Großstadt in eine kleinere Stadt kann sich auch sehr danach anfühlen.

Vielleicht sollte ich einen Schritt zurückgehen. Ich wuchs in einer mittelgroßen Stadt in Deutschland auf, nämlich in Frankfurt am Main.
Frankfurt war vielleicht nicht ganz so groß, aber dennoch so etwas wie eine Metropole in Deutschland. Dort war es immer sehr international, erstens wegen der amerikanischen Soldaten und deren Familien und zweitens wegen der vielen Messen mit internationalen Gästen. Darüber hinaus sorgte sein bekannter Flughafen für Internationalität. Frankfurts Techno-Szene war überregional wichtig. Und zu guter Letzt wäre da die beeindruckende Architektur: die großen und sehr modernen Wolkenkratzer.

Mit Mitte Zwanzig entschied ich mich, von Frankfurt weg zu ziehen, obwohl ich es sehr liebte. Meine Wahl fiel auf Berlin (zuerst dachte ich über Bremen und Leipzig nach, doch am Ende entschied ich mich dann doch für Berlin). Ein Umzug nach Berlin ist und war – jedenfalls in Deutschland und zu jener Zeit – auch eine Art ideologische Entscheidung und ein Statement.

Berlin war immer eine sehr spezielle Stadt mit einem besonderen Lebensstil (man erinnere sich an die Zwanziger) und war, zumindest bis vor kurzem, sehr attraktiv für Menschen vielerlei Schlages, aber besonders für jene, die an einen Ort wollten, an dem sie einen alternativen Lebensstil pflegen konnten – abseits vom Durchschnitt. Das war auf jeden Fall der Charme Berlins.

Dort lebte ich über 15 Jahre und ja, ich habe es geliebt, auch wenn der Beginn nicht einfach war und diese Liebe irgendwann etwas abgenutzt war; und natürlich gab es Zeiten, in denen man einfach nur genervt war.

Aber gut – für mich war es am Ende die beste Option und der beste Ort in Deutschland – verglichen mir anderen Städten dort.
Aber weshalb?

Wie ich es schon angemerkt hatte, eine Entscheidung für Berlin ist noch immer auch eine ideologische Aussage.

Vielleicht klingt das jetzt ein bisschen zu aufgesetzt weise und langweilig und deckt sich gar nicht mit euren Lebenserfahrungen: aber wir werden nun mal alle älter. Häufig geht das mit einem Lifestyle-Wechsel und einer Veränderung des Mindsets einher. Und dann gibt es auch Zwänge, denen man sich stellen muss.

Was heißt das?

Die meisten Menschen in Deutschland sonst leben sehr traditionell, fast schon so wie ihre Eltern.
Das sieht so aus: Heiraten, Kinder kriegen, ein Haus bauen und was sonst so (materiell) wichtig ist für manche.

Menschen, die nach Berlin gezogen sind (natürlich nicht alle, aber sehr viele, die in den 80zigern bis vor kurzem diese Entscheidung gefällt haben), wollten anders leben.

Sie sind aus einem Grund dorthin gezogen, weil sie eine andere Art des Lebens ausprobieren wollten, anders als das in ihren Heimatstädten vorherrschende oder das ihrer Eltern. Sie hatten andere Werte in ihrem und für ihr Leben. Sorry, ich weiß das klingt etwas sehr simpel, aber ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Und so war auch mein Mindset.

Aber zurück zur Überschrift.
Jeder von uns weiß, dass das Leben oft unvorhergesehene Wendungen nimmt und man sich auch immer wieder mit Anforderungen herumschlagen muss, die aus unseren sozialen und ökonomischen Zwängen entstehen.

So kam es, dass wir uns aus privaten Gründen mit dem Thema Umzug beschäftigen mussten, und zwar in eine doch auch etwas größer anmutende Stadt .. die sich dann doch leider tendenziell eher wie ein Kaff anfühlte.
Aber da man ja älter und weiser (Scherz) wird und aufgrund meiner stark pragmatischen Ader, gab ich damals grünes Licht.

Ich gab also das Okay, weil ich dachte, das wir dort nur einige Jahre bleiben würden und als „big girl“ dachte ich, dass es zwar anders als Berlin sein würde, klar, aber dass man es irgendwie aushalten könnte, sich vielleicht auch etwas ändern könnte, vielleicht sogar dort etwas verändern könnte. Aber es kommt ja immer anders als man denkt.. wie immer im Leben.

Als erstes war der Umzug in eine komplett andere Umgebung mit einer anderen Mentalität, Lebenseinstellung und abweichendem Wertesystem schon eine sehr intensive und schockierende Erfahrung. Es mag zwar dasselbe Land sein, aber das heißt leider nicht, dass die dort Eingeborenen und man selbst wirklich dieselbe Sprache sprechen. In der Theorie ist das natürlich alles einfach zu bewältigen. Aber in der Realität damit umzugehen ist definitiv ein anderer „Schnack“ und komplizierter.
Und es wird noch härter, wenn die ursprünglich getroffene Umzugsentscheidung auch weniger auf dem eigenen Mist gewachsen, sondern eher dem Partner zu „verdanken“ ist.

Jedenfalls ist niemand da, der auf einen „Expat“ wie dich gewartet hat, außer dem eigenen Partner (hoffentlich). Du bist diejenige, die sich den „Herausforderungen“ einer anderen Kultur zu stellen hat. Und ja, da kann es einige „Herausforderungen“ geben.

Du musst einen neuen Job finden, Du musst neue Kontakte knüpfen, und offensichtlich sind Menschen häufig nicht so open-minded und interessiert an Neuem wie man selbst.
Aufgeschlossenheit nimmt offensichtlich im Alter stetig ab. Und wahrscheinlich war sie bei einigen auch noch nie vorhanden. Jedenfalls kann man diesen Eindruck in vielen Ecken des Landes (oder der Welt) bekommen – sehr schade. Ich tendiere dazu, Verschlossenheit als Teil einer Kleinstadt-Mentalität zu betrachten.
Und ja, mehr oder minder ständig auf sich alleine gestellt zu sein, mit niemandem der deinen Berlin-Background und dein Berlin-„Fan-tum“ versteht .. das kann eine einsame Zeit sein. Eine sehr hässliche und einsame Zeit.

Es ist eine Sache, anders und irgendwie „speziell“ in einer großen Stadt zu sein, in der sich ungefähr jede fünfte Person so sieht und erlebt, und zwar aus ähnlichen Gründen wie man selbst. Das jedenfalls war Berlin für viele von uns. Anders und abweichend in einer Kleinstadt zu sein ist eine andere Nummer. Ätzend.

Man fühlt sich wie aussätzig. Hm.
Dicke Autos, fette Gehaltschecks und adrett geföhnte Frisuren nicht so abzufeiern kann eine Ansage in einigen Gegenden sein. Autsch.

Das Drama ist, dass es sich wie ein sinnloser Verlust von Lebenszeit anfühlt. Na klar, jede neue Situation bringt mehr Erfahrungen und man lernt, man entwickelt sich usw. – alles theoretischer Scheiß. Naja, man muss sich ja ein bisschen selbst bescheißen, und manchmal hilft etwas schwarzer Humor, auch absolut verzweifelte Situationen etwas erträglicher zu machen.. jedenfalls ein wenig.

Der einzige Weg damit umzugehen, nachdem man es für eine Weile probiert hat, ist folgender: love it or leave it. Nicht jede Situation ist es wert, sich davon seine Nerven komplett kaputt machen zu lassen. Wenn man die Hoheit über seine Entscheidungen und Leben zurückerobert hat, wird man sich besser fühlen. Das ist sicher ein steiniger Weg, aber ein ungewollter Expat zu sein kann sich, zumindest ab einem gewissen Alter, noch viel unangenehmer anfühlen.

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From City to Small Town – Expat Vibes

Moving from one country to another is what comes to mind if the term “expat” is used. But then there is also moving from a big city to a small town in the same country – it can make you feel like an expat as well.

Maybe I should take a step back. I grew up in a mid sized city, Frankfurt am Main, in Germany. Frankfurt was not very big, but it was and still is something like a metropolis in Germany. It was always very international, firstly because of the American soldiers and their families, and secondly because of its many fairs with international guests. And don’t forget its well-known airport and techno club history. Finally there is Frankfurt’s impressive architecture: the huge and very modern sky scrapers.

In my mid twenties I decided to move away from Frankfurt, which I really loved, and I chose Berlin (that is not totally right, I thought first about Bremen or Leipzig, but in the end I went to Berlin). Moving to Berlin is or was – at least in Germany and at that time – also a kind of ideological decision and statement.
Berlin was always a very special city with a particular way of life (remember the 20s) and until recently attracted people of all sorts, but especially those who were looking for a place to live their alternative lifestyle – not mainstream. This was at any rate its charm.
I lived there for over 15 years and yes, I loved it, even if the beginning wasn’t that easy either and even though this love sometimes wore off a bit and was at times interspersed with moments of annoyance. But ok – for me it was in the end the best destination and place to live in Germany, compared to other cities here.
But why? As I mentioned above, moving to and living in Berlin is still a kind of ideological decision.
Maybe this sounds now a bit too wise and boring and I don’t know if it matches your experience: but it happens that we all become older. This is often accompanied with a change of lifestyle and mind-set. And then life comes with challenges that you have to face.

What does that mean?

Most people in Germany live very traditional lives, emulating their parents (or other people).
Which means: getting married, having children, building a house, and so on. Whatever works for them.

People moving to Berlin (surely not everyone, but many people who moved there at least starting from the 80s and until recently) wanted to live differently.
They moved to Berlin with a purpose, because they wanted to try out another form of life, not the one they knew from their hometowns or their parents. They had different values in and for their lives. Excuse me, I know it is a bit simple, but I hope you get the point.
And that was my mindset, too.

But back to the headline.
Everybody knows that life often takes a different turn, and we all have to deal with the constraints that our social and professional lives come with.

So it happened that for private reasons we discussed moving to another city, which happens to be a fairly big city … that feels like a one-horse town as I was unlucky enough to soon find out. But because we are getting older and wiser (joke), and because of my heavy pragmatism, back then I “gave” the green light.

I gave my go, because I thought we would stay only for a few years and I thought as a big girl, that it would be different from living in Berlin, but that one could stand it, bear it and maybe change some things.
But things turned out differently .. as they always do in life..

At first, moving to and living in completely different surroundings with a different mentality, life ethics, and a varying set of values was a very shocking and intense experience. It may be the same country, but this does not mean that you and your new fellow city dwellers speak the same language. In theory we can all handle such a move fairly easily. But it is much harder to handle it for real. It becomes even harder if the decision to move was made for the sake more of your partner than for you.

As an expat there is no one, except for your partner for sure (hopefully), who had asked for you to come here. You are the one who has to deal with the “challenges” that come with a different culture. And yes, that can be a real challenge.

You need to check a job, you need to find new contacts, and people obviously aren’t so very much interested and quite as open-minded as yourself or as you wish everybody would be. Open-mindedness apparently decreases as people get older. And of course with some of them it had never existed in the first place. At least you could get this impression in some parts of the country (or world) – a pity. I tend to think that caginess is part of a small town culture.
And yes, living more or less on your own, with no one who even understands why you were a Berlin person and why you still cherish that place, can be a lonely trip. A very ugly and lonely trip.

It is one thing to be different and special in a big city, where basically every fifth person is different as well and for that reason thinks or behaves much the same way you do. That for many of us was Berlin. There you were part of a more or less big community. Being different and special in a one-horse town (even though it may technically be a big city) is another. Tough shit.

You are the jerk or you feel like it. Hm.
Not being (and not wanting to be) into big cars, big payrolls, neatly blow-dried haircuts can be an offence in some places. Oops.

The only pity is that it feels like a loss of lifetime. And yes, every new situation brings you more experience and learning, it develops you and so on – theoretical crap. You have to bullshit yourself a bit, black humour helps to bear completely desperate situations.. a bit..

The only way to deal with it, after trying it for a while: love it or leave it. Not every situation is worth letting it eat away your nerves.
And after taking control over your life and your own decisions you will feel better. A rocky road, I guess, but being (just) an expat without any desire to be one often feels even more unpleasant, at least from a certain age.

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Iz velikog grada na selo – Ekspat misli

Seliti se iz jedne zemlje u drugu, to je prvo šta pada napamet, kada se spominje reč “ekspat”. Ali selidba iz velikog grad u manjeg u istoj zemlji se isto može činiti kao da si ekspat.

Možda moram da počinjem od početka. Odrasla sam u jednom gradu osrednje veličine u Nemačkoj, Frankfurt am Main. Frankfurt nije bio veomo velik, ali je ipak bio metropola u Nemačkoj. Bio je uvek internacionalan, prvo zbog američke vojske, drugo zbog internacionalni sajama sa gostima iz celog sveta. Nesme se zaboraviti slavni aerodrom i tehno club historia Frankfurta. I zbog impozantne arhitekture: veliki i moderni neboderi.

Kada sam bila dvadeset i nešto, odlučila sam da se selim iz Frankfurta, kojeg sam stvarno volela. Izabrala sam Berlin (prvo sam mislila da idem za Bremen ili Leipzig, ali na kraju sam se odlučila za Berlin). Selidba za Berlin je – bar u Nemačkoj i za to vreme – isto uvek bila ideologičan izbor i izjava .

Berlin je uvek bio specjalan sa posebnim stilom života (kada se misli na 20-desete godine) i uvek je privlačio raznovrsne ljude a pogotovo one koji su tražili mesto gde bi mogli da žive njihov alternativni stil života – ne (prosečno) kao svi ostali. To je bio uvek njegov šarm.

Živela sam preko 15 godina tamo i volela sam taj grad, i ako sam se ponekad nervirala. Ali dobro, za mene je bilo na kraju najbolja opcija u sravnjenju sa drugim gradovima u Nemačkoj.

Ali zašto?
Kako sam već napomenila, selidba i život u Berlinu je još uvek donekle ideologična odluka.

Možda vam to sada zvuči malo bez veze i pre mudro i niste iskusili to ovako kao ja: ali dešava se da i mi svi starimo donekle i da se često dešava da se stil života i mišljenje menja. I da se mora reagirati na dosta neminovnosti.

Šta to znači?

Večina osobe u Nemačkoj žive tradicionalno, slično kao njihovi roditelji (ili drugi).
To znači: ulaze u brak, dobivaju se deca, grade se kuće, itd.
Šta njima paše.

Večina onih koji su se selili za Berlin (sigurno ne svatko, ali mnogih u 80-im i pre skoro) želili su da žive drugačije. Da ne žive onaj život koji su znali iz svog rođenog grada ili život svojih roditelja. Imali su druge vrednosti u i za svoj život. Izvinite, možda je to i malo pre jednostavno, ali možda razumete šta hoću da kažem. I to je isto bio moj mentalitet.

Ali nazad do glavni naslov.
Svako zna da život često nije lak i da se često dešavaju nepredvidljive stvari. Uvek se mora reagirati na socjalne ili poslovne neminovnosti.

Tako je privatno došlo, da smo diskutirali da se selimo u grad, koji je isto trebao da bude dovoljno velik grad .. ali koji ima mentalitet jako malog grada.. Na žalost, sam to brzo osetila. Ali zato što mi svi starimo i zato što smo i mudriji (šala), a zato što sam isto veuma pragmatićna i velika “cura”, sam kazala “u redu”.

Pristala sam isto, zato što sam mislila da će mo samo ostati neko vreme, i da će sigurno biti drugačije, ali da će se nekako izdržati i da se stvari isto možda izmene.
Ali kao uvek je došlo drugačije.

Prvo, živeti od jednom u totalno drugačijoj okolini sa drugačijim mentalitetom, životnom stavu i drugim vrednostima, može da bude veoma intenzivno i šokantno. Može da bude ista zemlja, ali to ne mora značiti da ti i tvoji novi komšije govorite isti jezik.
U teoriji se to sve može rešiti i izdržati, ali u doživljaju je to druga priča. I još teže je to sve, kada selidba nije bila tvoja ideja nego je više ovisila od tvog partnera.

Kad si ekspat nitko, osim tvog partnera naravno (nadamo se), nije pitao da dođeš. Ti moraš sama da se boriš sa izazovom druge kulture. I da, njih ima mnogo.

Trebaš da tražiš posao, nove kontakte, a ljudi očigledno nisu baš tako zainteresirani ili otvoreni kao ti ili kako bih zaželela da bi bili. Otvorenost je očito manja u starosti. I sigurno kod večine od njih nije ni nikad eksistirala. Na svaki način možeš to zamisliti na skoro svakom kraju zemlje (ili sveta) – šteta. Ja tendiram da mislim da je to deo malo gradske kulture.

I da, živeti manje ili više sam sa sabom, sa nikim koji makar malo razume zašto slaviš Berlin, može da bude usamljen put. Ružan, usamljen put.

Jedna je stvar da budeš drugačiji i specjalan u velikom gradu, gde je od prilike svaka peta osoba takva iz istih razloga kao ti, ili se tako ponaša. To je bio Berlin za mnoge nas.
Tamo si bio deo od jedne manje ili veće grupe. Biti drugačiji i specjalan u nekoj grupi ( i ako je po izgledu veći grad) je nešto drugačije. Sranje.

Osećaš se kao sa Marsa. Hm.
Ako se ne pališ (i nemaš ni želju) za velika kola, puno pare, i elegantno fenirane frizure – to može da bude uvreda u nekim krajevima.

Šta je stvarno šteta, da se to sve oseća kao gubitak životnog vremena. Naravno, svaka situacija donosi novo iskustvo i učenje, razvija te itd – teoretičan šljap. Ali da, moraš isto malo da sam sebe zajebavaš, crni humor pomaže u očajnim situacijama – barem malo..

Kako se može jedino postupati sa time, ako si se potrudio neko vreme: uklopiti se ili ići (love it or leave it). Nema nikakva situacija koja je vredna da ti kida živce do kraja. I kada si preuzela opet kontrolu preko svog života i preko svojih rešavanja, osetit češ se bolje.
Mislim da je trnovit put, ali biti (samo) ekspat bez ikakve želje, je još groznije, zato što se skoro nikad ne oseća dobro, barem u jednoj izvesnoj starosti.

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